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Konsens bei Reitboden-Forum mit Experten von drei Kontinenten - 26 August 2015

Experten von drei Kontinenten kamen zu einem besonderen Reitboden-Forum an zwei Tagen in der FEI-Zentrale in Lausanne (Schweiz) letzten Monat zusammen. Insgesamt reisten 36 Spezialisten aus dem Reitsport, der Veterinärmedizin und Reitbodenbranche aus Belgien, Kanada, Deutschland, Italien, Malaysia, den Niederlanden, der Schweiz und Großbritannien an, um einen Standard für Reitböden auf Springplätzen zu diskutieren.

Das Forum, das vom FEI Präsidenten Ingmar de Vos eröffnet wurde, schloss sich an ein Treffen vor einem Jahr an, als das Whitepaper für Reitböden – das weltweit umfassendste Werk über die Auswirkung von Reitböden auf die orthopädische Gesundheit von Sportpferden – von der FEI publiziert wurde.

Dr. Harald Müller, FEI Direktor für Ausbildung und Standards, wurde auf dem Rednerpodium unterstützt von John Roche, FEI Direktor für den Springsport, John McEwen, Vorsitzender des FEI Veterinärkomitees und Dr. Mick Peterson, geschäftsführender Direktor des Racing Surfaces Testing Laboratory und Professor für Maschinenbau an der Universität Maine.

Dr. Mick Peterson, geschäftsführender Direktor des Racing Surfaces Testing Laboratory und Professor für Maschinenbau an der Universität Maine.

Dr. Lars Roepstorff, Professor für funktionelle Anatomie der Haustiere an der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften, und Dr. Sarah Jane Hobbs von der University of Central Lancashire und Koautorin des Whitepapers für Reitböden richteten sich als Referenten ebenfalls an das internationale Publikum, das durch Tim Hadaway, FEI Direktor für Spiele und Meisterschaften und Moderator des Forums, durch die Tagung geführt wurde.

Tim Hadaway, FEI Direktor für Spiele und Meisterschaften und Moderator des Forums und John McEwen, Vorsitzender des FEI Veterinärkomitees.

Kooperationen und Konsens

Sechs Jahre FEI-geförderter Forschungsarbeit wurden auf dem Forum vorgestellt, um eine gemeinsame Basis für die Entwicklung eines leistungsorientierten Standards für Springböden zu schaffen. Den Forumsteilnehmern wurden Forschungsergebnisse präsentiert, die die Eigenschaften eines Bodens charakterisieren. Fünf Parameter sind hierbei von besonderer Bedeutung: Festigkeit beim Auffußen, Dämpfung, Elastizität, Griffigkeit und Uniformität des Bodens. Des Weiteren sind ein richtiges Material und Design, eine ordnungsgemäße Installation und eine geeignete Pflege des Reitbodens drei ausschlaggebende Komponenten für einen leistungsfähigen Reitboden. Auf dem Forum bestand Konsens darüber, dass sich Maßnahmen in Bezug auf diese drei Komponenten in einem Standard und in Fortbildungsmaßnahmen wiederfinden sollten zur Unterstützung von Herstellern und Veranstaltern sowie Pferden und Reitern.

„Jeder Teilnehmer dieses Forums verfügt über praktische Erfahrung von weltweiten Veranstaltungen und alle stimmen der Notwendigkeit im Reitsport zu, sich konsistenten Reitbodenverhältnissen auf Großveranstaltungen zu verpflichten“, sagte Dr. Mick Peterson. „Es ist entscheidend, dass wir unsere Dynamik erhalten, um konsistente Böden für alle Großveranstaltungen im nächsten Jahr zu realisieren.“

„Die Diskussionen waren außerordentlich konstruktiv und stellen die Basis für die Entwicklung des ersten Reitboden-Standards dar - was einen großen Schritt nach vorne bedeutet“, stellte Dr. Lars Roepstorff fest, der die Ergebnisse des Whitepapers für Reitböden auf dem FEI Sportforum 2014 vorgestellt hatte. „Alle waren sehr offen, ihre Erfahrungen zu teilen und das Wohlergehen des Pferdes zu fördern – ein Anliegen, das wir immer im Auge haben.“

Reitboden-Experten von drei Kontinenten in der FEI-Zentrale in Lausanne.

Whitepaper für Reitböden

Das Whitepaper für Reitböden, Download hier verfügbar, ist das Ergebnis einer 4-Jahres-Kooperation zwischen acht Pferdeexperten von sechs Universitäten, drei pferde- und rennsportspezifischen Forschungs- und Testzentren sowie zwei gemeinnützigen Pferdeeinrichtungen in Schweden, Großbritannien und den USA.

Anmerkung für Redaktionen

Das Whitepaper für Reitböden ist das größte internationale Kooperationswerk seiner Art. Es führt die aktuellsten Daten und publizierten wissenschaftlichen Artikel über Reitböden und Rennbahngeläufe zusammen und erläutert, welche Auswirkungen diese auf Pferde im Training und Wettkampf haben.
Das Whitepaper wurde finanziert von der FEI, der World Horse Welfare, der Schwedischen Stiftung für Pferdeforschung sowie dem Britischen Reitsportverband. Es wurde federführend verfasst von Dr. Sarah Jane Hobbs, wissenschaftliche Leiterin für Pferdebiomechanik an der University of Central Lancashire (Großbritannien) und Mitglied der Gesellschaft für Forschung und Beratung von Reitböden (RACES) sowie sieben weiteren Pferdewissenschaftlern und Forschern aus Großbritannien, USA und Schweden.

© Fotos und Text verwendet mit freundlicher Genehmigung der FEI

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